Das Geheimnis der Wüstenrose V. DER FLUG NACH JERUSALEM
Stotternd gaben die beiden Antwort und erzählten, wer sie waren, berichteten ihre armselige Geschichte und ihre großen Träume. Peribanu zeigte Mitgefühl. „Ihr Armen dauert mich. In dieser Wüste wartet der Tod auf euch. Doch habt keine Furcht; ich werde euch retten.“ Die Fee klatschte in die Hände und ein unförmiges Wesen tauchte brummend aus dem Sand empor. Die Fee sprach: „Seid unbesorgt, dies ist mein Dschinn, ein dienstbarer Geist.“ „Diener, du bringst diese beiden heute Nacht noch im Fluge nach Al Kuds“, die Fee benannte Jerusalem mit dem Namen, welchen die Muslime in ihrer Sprache der Heiligen Stadt geben.
Sie sprach weiter: „Doch ich warne euch. Nicht alles dort an den heiligen Stätten ist gut. Hütet euch vor schlechten Menschen, die es dort wie überall gibt.“ Und nun. "Dschinn, flieg". Sie klatschte wieder in die Hände.
„Hören heißt gehorchen, oh Herrin“ dröhnte die Stimme des Dschinns. Und im Handumdrehen nahm er die beiden auf seine breiten Schultern und flog empor in die Lüfte. Die beiden wurden den Sternen entgegengetragen, durchquerten Wolken und Regionen, wo heiße Staubwinde wehten.
Als die Sonne im Osten als rötliches Leuchten über dem Erdkreis aufstieg, setzte der Geist die beiden vor der Mauer Jerusalems ab, an der Stelle, wo das Mandelbaumtor in die Stadt führt. Und sowie er seinen Auftrag erfüllt hatte, verschwand der Dschinn ohne ein Wort.
zum Anfang dieser Seite zur Inhaltsübersicht aktualisiert am 14.12.01