Der Weg in den Zauberwald
Anmerkungen
Hinweise zur Entstehung des Märchens, zum Material usw.

Die Geschichte vom Zauberwald wurde von mir für ein Seminar geschrieben, welches über die Silvestertage 1993 in Kappel im Schwarzwald stattfand. Die Leitung des Seminars hatten Hannah Verleger und Tuja Heller. Begleitet wurde das Spielgeschehen durch Life-Musik von Matthias Graf. Die Besitzerin des Seminarhauses Sonnhalde unterstützte sowohl die Gestaltung der Rahmenhandlung wie  die Durchführung des Spielgeschehens in beispielhafter Weise.

Die Erzählung wurde einmal vorgelesen (mit musikalischer Life- Interpretation) ; dann wurde gemäß der Jeux- Regel besprochen, wer aus der Teilnehmerrunde sich vorstellen könnte, eine der Rollen oder Gestalten des Spielgeschehens zu übernehmen. Indem wir uns im Jeux auf Märchengestalten, Tiere, Pflanzen oder sonst "unbelebte" Dinge einlassen, verkörpern wir neue Aspekte unserer Innenwelt  und finden uns vor neuen Herausforderungen bzw. Lebenshorizonten wieder.
Das kann bei richtiger Auswertung des Spielgeschehens konkrete Auswirkungen auf unser Leben haben, oft in Form einer Belebung des Alltags oder einem neuen Gefühl von Frische und Unbeschwertheit, was nicht zuletzt auch körperliche Regeneration bedeutet. "Der Mensch begibt sich in der Symbolhandlung zu den Quellen seiner inneren Kraft."  (H.Hark)

Als Material wurde das übliche Jeux-Material, von dem Hannah einen großen Fundus besitzt, verwendet, d.h. bunte Stoffe, Chiffon-Tücher, Hüte und andere Requisiten zum Verkleiden. Dazu kamen, auch das ist Jeux- Freunden bekannt, Schminke und zur akustischen Untermalung einfache Musikinstrumente wie Rasseln, Trommeln und Flöten.

Beides, Geschichte wie auch Spielhandlung entsprechen in ihrem Verlauf einer Aktiven Imagination nach C.G.Jung, was man auch an jener typischen Einstiegssituation mit der bislang unbeachteten Türe im Keller erkennen kann. Diese Vorgabe - das Entdecken einer bislnag unbekannten Tür, das Öffnen und Hindurchtreten -  ist Praktizierenden und Leitern der Aktiven Imagination wohlbekannt, sie findet sich indessen auch in den Romanen Thomas Manns oder bei Hermann Hesse. Soweit ich mich entsinne, sorgt dieses Element auch in den  geheimnisvollen Geschichten Walter Scherfs für Spannung und Nachdenklichkeit.

Literatur:
A.N. Ammann. Aktive Imagination. Darstellung einer Methode. Walter - Verlag, Olten und Freiburg i.B., 1978
Gerhard Szonn. Das Märchen von der Flußfahrt. Eine Reise in das Unbewußte. Verlag Adolf Bonz, Fellbach-Oefflingen1983



 
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aktualisiert am 03.08.02

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